
Bei strahlendem Sonnenschein und sommerlichen Temperaturen bot der heimische Chäsiweg am Samstag die ideale Bühne für die zweite NLA-Runde der Saison 2026.
Auf das durchwachsene Auftaktwochenende – Sieg gegen Elgg-Ettenhausen, Niederlage gegen Affeltrangen – sollte diesmal eine klare Antwort folgen.
Mit dem Aufsteiger FB Jona und dem abgeklärten STV Oberentfelden warteten zwei Gegner, die unterschiedlicher kaum sein könnten. Die Vorgabe war eindeutig: Vier Punkte. Erneut mussten die Neuendörfer auf Zuspieler Kevin Nützi verzichten, der seine Blessur aus dem Donnerstagstraining der Vorwoche noch nicht überwunden hat.
Die Hoffnung bleibt aber intakt: Sollte der Heilungsverlauf weiterhin planmässig verlaufen, steht er für die dritte Runde nächste Woche in Wigoltingen wieder zur Verfügung.
Klare Angelegenheit gegen den Aufsteiger **FB Neuendorf vs. TSV Jona Faustball – 3:0 (11:5, 11:7, 11:5)**
Von Beginn weg war zu erkennen, dass die Neuendörfer den Spielrhythmus vom ersten Ballwechsel an in die eigenen Hände nehmen wollten. Dem jungen Joner Team – in dieser Saison frisch in die NLA aufgestiegen – wurde kaum Raum gelassen, das eigene Spiel zu entfalten. Neuendorf zwang den Gegner mit konstantem Druck im Angriff und einer stabilen Defensive zur Reaktion, und Jona half mit dem einen oder anderen Eigenpatzer kräftig mit. Die Satzresultate sprachen eine deutliche Sprache: Drei Durchgänge, dreimal das bessere Ende für die Gäuer. Ein Start nach Mass.
Besondere Freude bereitete an diesem Tag das Comeback von Yanik Nützi. Nach längerer Abwesenheit bestritt der Routinier seinen ersten NLA-Einsatz der Saison 2026 – und es war, als wäre er nie weg gewesen. Ruhig, präzise und mit jener Erfahrung, die einem Team in engen Situationen Sicherheit gibt, fügte er sich nahtlos ins Teamgefüge ein. Ein willkommener Faktor für die Tiefe des Kaders.
Kräftemessen gegen den Vizemeister **FB Neuendorf vs. STV Oberentfelden – 3:2 (11:6, 4:11, 11:5, 6:11, 11:7)**
Wer nach dem souveränen ersten Match dachte, der Nachmittag werde ein ruhiger, wurde vom STV Oberentfelden eines Besseren belehrt. Mit dem Vizemeister der Vorsaison wartete ein Gegner, dem man keine einzige Schwäche schenken durfte. Die Neuendörfer schienen das verinnerlicht zu haben. Mit einem starken ersten Satz (11:6) setzten sie sofort ein Ausrufezeichen: saubere Abnahmen, konsequenter Spielaufbau, und im entscheidenden Moment der Abschluss. Die Botschaft an die andere Seite des Felds war unmissverständlich. Doch Oberentfelden ist nicht umsonst Favorit auf den Titel.
Im zweiten Satz übernahmen die Gäste das Kommando und schlugen mit gleicher Münze zurück – ein klares 11:4, das die Partie wieder offenlegte. Die Neuendörfer versuchten, den Schwung des ersten Satzes mitzunehmen, doch der Gegner liess das nicht zu. Dieser Satz war wie der erste – nur mit den Vorzeichen vertauscht. Statt in Selbstzweifel zu verfallen, antworteten die Gäuer mit dem besten Satz des Tages: eine überzeugende Kollektivleistung, die Oberentfelden mit 11:5 kaum in die Partie kommen liess. Die Gäste erzwangen mit einem 11:6 im vierten Satz zwar noch den alles entscheidenden Tiebreak – doch im fünften Durchgang liessen die Neuendörfer nichts mehr anbrennen. Punkt für Punkt bauten sie den Vorsprung aus, Oberentfelden fand kein Mittel mehr: 11:7, Sieg. Herausragend über die volle Distanz des Oberentfelden-Matchs: Lars Oeggerli. Der junge Angreifer präsentierte sich in bestechender Verfassung und war als Zweitschlag ein entscheidender Unterschied. Seine unberechenbaren Rückschläge verpassten dem Gegner immer wieder Nadelstiche in genau jenen Momenten, in denen Oberentfelden Tritt zu fassen drohte. Auch die Defensive als Ganzes verdient ein Sonderlob: Über fünf Sätze und fast eine Stunde Spielzeit stand sie zuverlässig und und machte es dem Gegner schier unmöglich, direkte Punkte zu erzielen.
Fazit: Vier Punkte als solide Grundlage Vier aus vier – ein Samstag nach Mass. Mit dieser Ausbeute verschaffen sich die Neuendörfer Luft in der Tabelle und senden ein klares Signal Richtung Ligakonkurrenz: Nach den ersten Gehversuchen in der Vorwoche ist das Team angekommen.
Dass nach zwei Runden einzig noch Affeltrangen als ungeschlagenes Team dasteht, unterstreicht, wie eng und anspruchsvoll diese NLA-Saison ist – und wie wichtig es war, heute die volle Punktzahl mitzunehmen.
Nächste Woche geht es in die Fremde: Wigoltingen empfängt in der dritten Runde. Wenn alles gut läuft, werden die Gäuer dort erstmals wieder mit Kevin Nützi in der Starting Five auf dem Terrain stehen.
Bericht: Dominik Zeltner













