
Schwieriger Start gegen abgeklärte Thurgauer Neuendorf vs. Affeltrangen – 1:3 (7:11, 11:8, 7:11, 10:12)
Die erste Begegnung stand für Neuendorf unter keinem guten Stern. Mit Kevin Nützi fehlte der Zuspieler und wichtige Führungsspieler verletzungsbedingt, nachdem er sich im Donnerstagstraining eine Zerrung zugezogen hatte.
Für ihn rückte Lars Haller in die Starting Five, der seine Aufgabe engagiert und mit viel Einsatz übernahm. Die Startformation komplettierten Schenker und Welter in der Defensive, während im Angriff wie gewohnt Dominik Zeltner und Rhyn agierten.
Von Beginn an entwickelte sich eine intensive und ausgeglichene Partie. Beide Teams suchten den direkten Weg zum Punkt und lieferten sich lange, umkämpfte Ballwechsel. Neuendorf zeigte phasenweise schöne Spielzüge, hatte jedoch Mühe, Konstanz in sein Spiel zu bringen.
Affeltrangen hingegen wirkte insgesamt abgeklärter.
Besonders im Defensivverhalten zeigten sich im Verlauf des Spiels Unterschiede: Während die Gäste aus dem Thurgau zunehmend Sicherheit gewannen und auch schwierige Bälle unter Kontrolle brachten, fehlte den Neuendörfern oft die letzte Abstimmung. Kommunikationsprobleme führten dazu, dass Bälle nicht klar zugeordnet wurden oder unnötige Eigenfehler entstanden. Trotz eines starken zweiten Satzes, den sich Neuendorf mit 11:8 sichern konnte, gelang es nicht, das Momentum nachhaltig auf die eigene Seite zu ziehen.
Zu häufig blieben einfache Chancen ungenutzt, und gerade in entscheidenden Phasen fehlte die Konsequenz im Abschluss. Der vierte Satz war nochmals hart umkämpft, doch auch hier setzte sich die abgeklärtere Spielweise der Gäste knapp durch. Am Ende stand eine 1:3-Niederlage, die vor allem auf die fehlende Konstanz und Abstimmung im eigenen Spiel zurückzuführen war.
Deutliche Steigerung und verdienter Sieg im zweiten Spiel Neuendorf vs. Elgg-Ettenhausen – 3:1 (11:7, 10:12, 11:8, 11:7)
Im zweiten Spiel des Tages zeigte Neuendorf eine klare Reaktion auf die Auftaktniederlage. Mit Öggerli, der im Angriff für Zeltner ins Team rückte, wurde eine taktische Anpassung vorgenommen, die sich als erfolgreich erweisen sollte. Von Beginn an trat Neuendorf deutlich geschlossener auf. Die Kommunikation funktionierte spürbar besser, die Laufwege waren klarer abgestimmt und auch die Sicherheit in den Grundaktionen nahm zu. Das Heimteam fand schneller in den Rhythmus und konnte den ersten Satz verdient mit 11:7 für sich entscheiden.
Die Gäste aus Elgg-Ettenhausen mussten ihrerseits auf Defensivspezialist Rico Strassmann verzichten, was sich insbesondere in der Stabilität ihrer Abwehr bemerkbar machte. Neuendorf erkannte diese Schwachstelle und nutzte sie gezielt aus, indem immer wieder Druck auf die Defensive ausgeübt wurde. Eine zentrale Rolle übernahm dabei Rhyn, welcher in der Defensive mit einer unerwartet starken Leistung auf sich aufmerksam machte.
Durch die Stabilität im Spielaufbau konnte sich Zweitangriff Öggerli immer wieder optimal in Szene setzen, und mit einer breiten Auswahl an variantenreichen Angriffsschlägen die Defensive der Elgger immer wieder unter Druck und sie mehrfach erfolgreich überwinden. Zwar musste Neuendorf den zweiten Satz nach einem knappen Verlauf mit 10:12 abgeben, liess sich davon jedoch nicht aus dem Konzept bringen.
Im Gegenteil: Die Mannschaft blieb fokussiert, spielte geduldig weiter und zeigte insbesondere in der Defensive eine deutlich kompaktere Leistung als noch im ersten Spiel. Die Sätze drei und vier kontrollierte Neuendorf weitgehend und sicherte sich schliesslich einen verdienten 3:1-Erfolg.
Fazit: Solider Start mit Luft nach oben Mit zwei gewonnenen Punkten aus der ersten Meisterschaftsrunde gelingt Neuendorf ein insgesamt zufriedenstellender Start in die Saison 2026.
Besonders die deutliche Steigerung vom ersten zum zweiten Spiel macht Mut und zeigt das vorhandene Potenzial im Team. Dennoch gibt es klare Ansatzpunkte für Verbesserungen: Zu viele Stockfehler und die mangelnde Konsequenz bei einfachen Bällen verhinderten ein noch besseres Resultat. Gerade in engen Spielsituationen wird es entscheidend sein, diese Unsicherheiten zu minimieren.
Mit Blick auf die nächste Heimrunde am Samstag, 9. Mai, zeigt sich das Team jedoch optimistisch. Mit Oberentfelden und dem Aufsteiger aus Jona warten zwei weitere spannende Gegner.
Um das Saisonziel – die Qualifikation für das Final 4 in Neuendorf – zu erreichen, wird es wichtig sein, die positiven Ansätze weiter auszubauen und weitere Punkte einzufahren.













